schriftzug-Bund deutscher Zupfmusiker - Verband Baden-Württemberg

Neuerscheinungen: Noten für Gitarre

Hans Joachim Teschner: Der große Fridolin. Eine Schule für junge Gitarristen. Band 2. Das mehrstimmige Spiel: Klassik, Folklore, Blues, Flamenco. Heinrichshofen.

Ausgabe mit CD: ISMN 979-0-2044-2700-0. Ausgabe ohne CD: ISMN 979-0-2044-2361-3.

Verlag: „Wer den Fridolin erarbeitet hat oder bereits das einstimmige Melodiespiel und leichte zweistimmige Spielstücke beherrscht, erweitert mit dem großen Fridolin seine Fähigkeiten im Gitarrenspiel – vom angelegten und freien Anschlag über Lagenspiel, Aufschläge und Abzüge bis zum Barré-Griff. Gefragte Stilrichtungen wie Folklore, Blues und Flamenco werden ebenfalls erlernt.“

Kritik der nmz: „Die aktualisierte Fassung des zweiten Bandes von Der große Fridolin bietet die Möglichkeit, sich mit ca. 100 Liedern und Spielstücken des zwei- bis vierstimmigen Spiels auseinanderzusetzen. Lagenwechsel, Abdämpfen der Basssaiten, ternäre Spielweise (Swing), Fingerpicking, Barré-Griffe, Arpeggio und schließlich Bindungen werden in dieser Schule für die unteren Stufen ab einem Alter von ca. neun Jahren behandelt. Etwa ein Viertel der Lieder (Kinderlieder, Folklore, Blues, Flamenco und eigene Kompositionen) sind zweistimmig gesetzt, so dass man diese Schule auch gut im Gruppenunterricht einsetzen kann.“ Die Sichtweise von Hans Joachim Teschner, dass man einen angelegten Anschlag beim zweistimmigen Spiel „oft benutzen sollte“, teilt der Kritiker Guy Bitan nicht. Diese Technik sei seiner Meinung nach veraltet, werde nicht mehr unterrichtet und sei nicht sinnvoll für den Anschlag mit der rechten Hand. Aber das könne jeder Lehrer einfach übergehen.

Fazit: Trotzdem empfehlenswert.


Giuseppe Di Girolamo: Letters for you. Zwölf Balladen für Gitarre solo. Ricordi. Sy. 2878, ISMN 979-0-2042-2878-2.

Notenversand Kurt Maas: „Man schwelgt in der ganzen Klangschönheit der akustischen Gitarre und in eingängigen Melodien, die aus guten Pop-Songs stammen könnten - und ist immer wieder erstaunt, mit welch geringen technischen Anforderungen all das gelingt. Eine Entdeckung für noch nicht fortgeschrittene Spieler!“

nmz-Kritik: Die zwölf Originalkompositionen des Gitarristen Giuseppe Di Girolamo, der in Palermo geboren wurde und auf eine rege Unterrichtstätigkeit zurückblicken kann, sind „nicht eintönig, vielmehr melodienreich und viele nur in der ersten Lage zu spielen. Sie erinnern an Popsongs, sind sehr schön und vermitteln viel Freude am Gitarrenspiel. Der anerkannte Pädagoge Michael Koch schreibt dazu: ‚Die Letters for you lehren das Singen auf der Gitarre.’ Die Fingersätze der linken Hand sind ‚bewusst’ sparsam gehalten, allerdings hätten die Fingersätze der echten Hand hier nicht fehlen dürfen: Es hätte die Arbeit der Lehrer und Schüler vereinfacht. Schade!“

Fazit: Für die Schüler der unteren Mittelstufe trotzdem empfehlenswert.

 

Jürg Kindle: Solo Trip. Etüden für solo Gitarre. Leicht bis mittelschwer. Hug Musikverlage Zürich. GH 11749, ISMN 979-0-2028-2436-8. Solo Trip. Etüden für solo Gitarre. Mittel bis schwer. Hug Musikverlage Zürich. GH 11750, ISMN 979-0-2028-2438-2.

Verlag: „Das epochale Etüdenwerk des 21. Jahrhunderts. Solo Trip bietet einen unerschöpflichen Reichtum und bereichert das zeitgenössische Repertoire für Gitarre.“

„nmz-Kritik: „Die beiden Bände bilden ‚das Resultat von Skizzen, Motiven und Übungen’, die Jürg Kindle während des Unterrichtens in den letzten Jahren gesammelt hat. Eine Orientierungshilfe soll die Zusammenstellung des Levels sein. Die Stücke sind in der Sammlung progressiv geordnet, was die Auswahl für den Lehrer erleichtert. Kindle ist unglaublich schöpferisch und mit circa 100 Stücken verschiedener Stile, Musikrichtungen und -einflüsse bietet er ein umfangreiches Repertoire, das man auch bei ‚Jugend musiziert’-Wettbewerben einsetzen kann. Langweile entsteht hier nicht, denn man ist bei jedem Stück immer wieder aufs Neue überrascht. Fingersätze sind sparsam gesetzt, meistens aber doch da, wo es nötig ist. Jürg Kindle erweitert in großem Umfang das Repertoire der klassischen Gitarrenmusik.“

Fazit: Sehr empfehlenswert.

 

(Quelle: nmz 2/12, S.48, Notenkritik von Guy Bitan)

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