schriftzug-Bund deutscher Zupfmusiker - Verband Baden-Württemberg

Wer Ist's 2018-03

Da sich der Gesuchte stets bemühte, auch ein solcher zu bleiben, ist eigentlich nur sicher, dass nur weniges sicher ist. Adelig von Geburt, gab er sich in den Goldenen Zwanziger Jahren als junger Erwachsener in Paris und London dem Müßiggang hin. Zugleich folgte er jedoch seinen kulturellen Neigungen, pflegte etwa Kontakt zu französischen Surrealisten wie Henri Michaux und Salvador Dalí und studierte in den 1930er-Jahren u.a. bei dem Schönberg-Schüler Walter Klein atonale Kompositionstechnik. Den musikalischen Strömungen seiner italienischen Heimat entfremdete er sich darüber hinaus durch ausgedehnte Reisen nach Afrika und Asien. Eine psychische Krise in den späten 1940er-Jahren brachte auch seine kompositorische Tätigkeit vorübergehend zum Erliegen.

 

Wer Ist's 2018-02

Geboren wurde er 1809 in Hamburg als zweites Kind einer bürgerlichen jüdischen Familie. Sein Vater war Bankkaufmann, sein Onkel Moses ein namhafter Philosoph. 1816 wurden alle vier Kinder, nunmehr in Berlin lebend, protestantisch getauft, woraufhin ihr Nachname einen „christlichen“ Zusatz erhielt. Nichtsdestoweniger wurde der Gesuchte, wie so viele andere, in dem 1940 erschienenen „Lexikon der Juden in der Musik“ wegen „Verseuchung der deutschen Musik“ an den Pranger gestellt, mehrere Denkmäler (u.a. in Leipzig) waren bereits 1936 von den Nazis entfernt worden. NB: Letztere Nacht- und Nebelaktion der Nazis bestätigte Carl Goerdeler – seinerzeit Oberbürgermeister von Leipzig, der daraufhin von seinem Amt zurücktrat – in seiner zunehmenden Widerstandshaltung gegen das „Dritte Reich“.

Wer Ist's 2018-01

John CageNachdem Arnold Schönberg im Oktober 1933 in die USA emigriert war, lehrte er u.a. in Los Angeles Komposition. Die spätere Frage, ob er einen interessanten amerikanischen Schüler gehabt hätte, verneinte er zunächst. Dann jedoch, so wird berichtet, lächelte er und sagte: „Ja, da gab es einen“, nannte den gesuchten Namen und fügte hinzu: „Natürlich ist er kein Komponist, aber er ist ein Erfinder – der Genialität.“ Wie auch immer man dazu stehen mag – er war und ist wohl noch immer höchst umstritten, so mancher nannte ihn einen Scharlatan (Anm.: der Autor, würde er denn gefragt, würde sich [auch ungefragt] Schönberg anschließen) –, der Gesuchte war zweifellos der weltweit einflussreichste „Musik-Erfinder“, den die USA bislang hervorgebracht haben. Weniger, was einen konkreten kompositorischen Stil angeht, als die Art und Weise, wie wir Musik, geschweige denn die im weitesten Sinne Klänge unserer Umwelt wahrnehmen. 

StraußVaterWer Ist's 2017-03

Zwar erlernte er einen ehrbaren Beruf – Buchbinder mit erfolgreicher Gesellenprüfung –, doch verdingte er sich zeitlebens als geigender Unterhaltungsmusiker. Sein Vater führte eine Wirtschaft, in welcher der Knabe schon früh (aber vermutlich auch spät) als Teil eines Schankterzetts die Gäste musikalisch zum Konsum animierte. Sein theoretisches Rüstzeug erhielt er bei Ignaz von Seyfried, jenem BeethovenIntimus, der die Uraufführung von dessen „Fidelio“ leitete.

Nadia BoulangerWer Ist's 2017-02

Sie stammte aus einer traditionsreichen Pariser Musikerfamilie. Ihre Mutter, eine russische Adlige, war Sängerin, ihr Vater Komponist, Dirigent und Gesangslehrer. In ihrem Elternhaus verkehrten Größen der französischen Musikszene wie Charles Gounod, Jules Massenet und Camille Saint-Saëns. Nach ersten Studien bei ihrem Vater (Orgel und Komposition) im Kindesalter nahm sie später Unterricht u.a. bei Louis Vierne sowie bei Charles-Marie Widor am Pariser Konservatorium. 

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