Teilnehmerbericht vom Herbstlehrgang 2019 in Rottenburg

Teilnehmerbericht vom Herbstlehrgang 2019 in Rottenburg

Ich bekam dieses Jahr die ehrenvolle Aufgabe, einen Bericht über diesen wie immer außerordentlich lustigen, lehrreichen und schönen Herbstlehrgang zu verfassen. Die Woche startete auch dieses Jahr mit der allgemeinen Begrüßung der Teilnehmer und Dozenten, wobei der Ablauf der Woche und die Zimmerverteilung geklärt wurde. Nachdem dann alle zu Mittag gegessen hatten und sich somit nicht mehr über einen leeren Magen beklagen konnten, begann auch schon der Unterricht bei unseren sehr freundlichen und geduldigen Dozenten (ja sie sind geduldig, ich weiß es denn ich spreche aus Erfahrung :-). So setzten sich nun die, die Unterricht hatten, mit ihren Lehrern zusammen und probten ihre Stücke bis die Köpfe rauchten.
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Für die Leute mit Mandoline / Mandola waren Denise Wambsganß und Thekla Mattischeck zuständig und haben, wie man an den allabendlichen Vorspielen unschwer erkennen konnte, ganze Arbeit zusammen mit ihren Schülern geleistet. Thekla unterrichtete neben Mandolinen- auch Gitarrenschüler, mit welchen sie ebenfalls sehr erfolgreich Stücke erarbeitete und gegebenenfalls auch mal die Bünde einer Gitarre zählte. Andere der sehr zahlreich vertretenen Gitarrenschüler ließen sich von den beiden Gitarrendozenten Utz Grimminger und Markus Klemke in die Kunst des Gitarrespielens einführen.

Es gab natürlich nicht nur Einzelunterricht als musikalische Betätigung, sondern eine große Bandbreite an musikalischen Aktivitäten, die stundenplangemäß über den ganzen Tag verteilt lagen. So hatte man morgens zum Beispiel täglich Ensemble, in welchen man dann nochmal eigens für diesen Anlass mitgebrachte Stücke einübte und vorspielte.

Man muss an dieser Stelle unbedingt anmerken, dass die Dozenten sich unendlich viel Mühe geben, jeden einzubinden und Stücke zu suchen, die jeder spielen kann, oder diese gegebenenfalls nochmals umzuschreiben, damit alles passt. Ich hatte mich zum Beispiel vor dem Lehrgang an der Hand verletzt, konnte aber trotz der Tatsache, dass ich nicht greife konnte, überall mitmachen, weil die Dozenten (v. a. Utz) so überaus freundlich waren, mir für Orchester- / Ensembleproben sämtliches eigens mitgebrachtes Schlag werk zur Verfügung zu stellen, sodass ich trotzdem in vollem Umfang an Orchester- und Ensembleproben teilnehmen konnte.
Die jeden Nachmittag stattfindenden Orchesterproben bestanden nicht nur aus viel Spaß und Freude. Der Dirigent Utz Grimminger versteht sich gut darauf, dir auf sehr unterhaltsame Weise mitzuteilen, was du falsch bzw. richtig gemacht hast, sodass du ihm sein Gemecker nicht mal übel nehmen kannst. Wenn man dann auch noch Leute im Orchester zu sitzen hat, die das Gemecker dann auch noch auf lustige Art und Weise kontern können, hat man eine sehr fröhliche Stimmung, schafft es aber trotzdem sehr gut die Stücke zu lernen.

Natürlich hat man auch noch die Möglichkeit eine Prüfung abzulegen, genauer gesagt hat man drei zur Auswahl (D1; D2; D3), wobei der eine Teil aus praktischem Vorspiel und der andere aus Theorie besteht. Der Theorie- Unterricht wird ebenfalls von Utz geleitet und man lernt, mit viel Lachen, solche Sachen wie Tonleitern bilden oder Dreiklänge zu bestimmen. Der zweite Teil der theoretischen Prüfung besteht aus dem sogenannten Rhythmus & Gehör, welches dieses Jahr sehr gut von Markus geleitet wurde. Dort lernt man solche Sachen wie Intervalle hören, Dur- und moll-Akkorde zu unterscheiden und Rhythmusdiktate korrekt aufs Papier zu bringen (nicht so ganz meine Stärke...). Wobei Markus immer sehr gut darauf achtete, dass alle mit dem Stoff mit kommen.

Nach der ganzen Erzählung von Lernen und Üben könnte man meinen es gebe absolut keine Freizeit, doch da liegt man falsch. Man hat tagsüber immer wieder Pausen, in denen man z. B. üben oder hinausgehen oder lesen etc. kann (man kann machen was man will in den Pausen), und abends gibt es immer die Möglichkeit, sich mit allen nochmals zusammen zu setzen und den Tag fröhlich und entspannt ausklingen zu lassen. Es wird z. B. gesungen oder gespielt, man kann sich allerdings natürlich auch mit den Anderen über alles Mögliche und Unmögliche unterhalten. Also kann man eigentlich nicht anders als den Tag und die Woche toll zu finden. Es steckt viel Arbeit in der Woche, aber mindestens ebenso viel Spaß und Freude. Deshalb geht man gern jedes Jahr wieder hin.“

Folgende Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eine Prüfung absolviert und bestanden:
D1: Sebastian Huber
D2 Theorie: Marianna Kämpfe
D2: Romy Blumstengel, Marianne Pletsch, Frieder Uhlenbruck
D3 Theorie: Frieder Uhlenbruck
D3: Franz-Josef Klein
Herzlichen Glückwunsch!

Marianna Kämpfe (15 Jahre) berichtete vom Herbstlehrgang
Aus dem Zupferkurier 2019/03
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